Neuere Ansätze

Hypnosystemische Therapie

Dieses Modell kombiniert Methoden aus der kompetenzorientierten ericksonscher Hypnotherapie und systemischen Therapieansätzen, mit dem Vorteil nicht nur mit interaktionellen Mustern arbeiten zu können, sondern auch mit internalen Mustern. Beide Therapieansätze gehen von dem nahezu gleichen Verständnis aus wie Veränderung im Menschen geschieht, wodurch sie sehr erfolgreich zusammengefügt werden können. Probleme werden demnach, „autohypnotisch“ erzeugt, indem sie die Wahrnehmung einengen, wodurch eine „Problemtrance“ entsteht. Der Therapeut verhilft zur „Lösungstrance“ durch Fokussierung auf eigene Ressourcen.

Systemische Therapie mit der inneren Familie (nach Schwartz)

Auch hier richtet sich der Fokus auf das Innerpsychische Erleben. Konkret wird mit unterschiedlichen Anteilen oder Seiten gearbeitet, die jeweils verschiedenen Funktionen besitzen. Jeder Mensch hat verschiedene Anteile in sich – das ist vollkommen normal – mitunter harmonieren diese Anteile aber nicht miteinander, ähnlich wie in einer Familie, wenn es Streit gibt. Dann kann es sein dass einzelne Anteile die Kontrolle übernehmen und die Person sich machtlos fühlt und dieses Verhalten an sich nicht versteht. Ziel dieses Ansatzes ist es, jene Anteile, die an einem Problem beteiligt sind zu identifizieren, ihre Funktion und Beziehung zueinander zu erkennen, herauszufinden wodurch sie getriggert werden und nach Lösungen zu suchen, um unter den Anteilen (wieder) eine harmonische Balance herzustellen, die der Person selbst das Gefühl geben, wieder Kontrolle über ihr Leben und ihr Verhalten zu haben.

 

Emotionsbasierte systemische Therapie

Bei diesem Ansatz stehen anders als in den klassischen systemischen Ansätzen, die innerpsychischen Prozesse im Vordergrund, nicht mehr die interpersonellen. Es wird direkt mit bzw. an Gefühlen und Emotionen gearbeitet.

Störungsspezifische Systemtherapie

Unter dem Blickwinkel eines systemischen Störungsverständnisses arbeitet der störungsspezifische Ansatz mit umfassenden Konzepten, welche etabliertes klinisches Know How, bewährte Methoden und Interventionen für ein bestimmtes Störungsbild in die systemische Denkweise integrieren. Ungeachtet der Störungsspezifität handelt es sich dabei nicht um ein manualisiertes, Vorgehen, sondern eine systemisch-wertschätzende Herangehensweise an klinische Störungsbilder.

Man kann einem Menschen nichts beibringen, man kann ihm nur helfen, es in sich zu entdecken.
– Galileo Galilei